Von Roten Listen zu grünen Oasen – Auf Trittsteinen unterwegs in Dorsten

Kommune Stadt Dorsten
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Kontakt Sebastian Cornelius
Dezernat IV, Planungs- und Umweltamt
Sachgebiet Umweltplanung
Klimaschutzmanager
Tel.: 02362 / 664902
E-Mail: sebastian.cornelius@dorsten.de
Kooperationspartner Bürgerparkverein Maria Lindenhof e.V.
Bürgerinitiative Ideenfabrik Stadtsfeld
Bürgerinitiative Ideenschmiede Hardt
Verkehrsverein für Dorsten und Herrlichkeit e.V.
Kunstverein Virtuell-Visuell e.V.
Freischaffende Künstlerin Fr. Stüwe
Pfadfinder St. Georg
Hegering Dorsten und Herrlichkeit Lembeck
Musikschule Dorsten
Ev. Kindertagesstätte Pestalozzistraße
Gesamtschule Wulfen
Pestalozzischule Dorsten
Laufzeit November 2020 – Mai 2028
(Fortführung nach 2028 beabsichtigt)

INFOMATERIAL

Flyer Von Roten Listen zu grünen Oasen – Auf Trittsteinen unterwegs in Dorsten

 

KURZBESCHREIBUNG

Wer sich vernetzt, kann sich gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und nachhaltige Strukturen errichten. Dieser Grundsatz gilt auch mit Blick auf die zahlreichen Vereine, Initiativen und (meist ehrenamtlich engagierten) Bürgerinnen und Bürger, die sich im kommunalen Naturschutz engagieren. Fußt ein Projekt auf einer breiten Basis von Kooperationspartnern, die gemeinsam und aufeinander abgestimmt agieren, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass umgesetzte Maßnahmen langfristig erhalten oder fortgeführt werden. Oftmals bedarf es keiner Neugründung von Initiativen und eher selten stehen Kommunen bei der Förderung bürgerschaftlichen Engagements ganz an Anfang. Ein Blick in die eigene Kommune loht sich: In welchen Ortsteilen gibt es welche Initiativen, wo wurden sogar bereits Flächen ökologisch aufgewertet und durch wen? Schaffen Kommunen es, die häufig nebeneinander verlaufenden Stränge miteinander zu verbinden, ist das neu gewonnene Netzwerk für die Förderung von biologischer Vielfalt weit mehr als die Summe seiner Teile.

„Von Roten Listen zu grünen Oasen – Auf Trittsteinen unterwegs in Dorsten“

Den Wert eines Netzwerkes zur Förderung von Stadtnatur hat auch die Stadt Dorsten erkannt und in ihrem Zukunftsprojekt die Naturschutzbemühungen bereits aktiver Gruppen des Dorstener Südens koordiniert und miteinander vernetzt. Die im Projekt neu geschaffenen Flächen sowie das Netzwerk der Bürgerinitiativen bilden nun zusammen ein grünes Band, welches sich durch Dorsten zieht.

Im Zuge zahlreicher Mitmachaktionen haben die Vereine und Initiativen gemeinsam mit Schulen und Kindergärten verschiedene z.T. brachliegende öffentliche Grünflächen in Oasen für Insekten und Vögel verwandelt. So entstanden auf zwei ehemaligen Spielplätzen Schmetterlingsoasen, die durch Blühsträucher, Stauden und Blühflächen Nahrungs- und Nisthabitate für Schmetterlinge und andere Insekten bieten. Ergänzt werden diese Flächen durch eine Stauden-, Rosen-, Baum- und eine Brutoase, wobei letztere durch zahlreiche Vogelnisthilfen für Meisen, Stare und Baumläufer geprägt ist. Mittels Pflanzungen von Stauden, Gehölzen und Hochstämmen bieten diese Flächen einer Vielzahl von Arten wertvolle Rückzugsmöglichkeiten in der Stadt.

Ein weiterer Fokus des Projektes liegt auf der Vernetzung von Kunst und Kultur mit den Naturschutzbemühungen auf den insgesamt sechs Projektflächen. Durch Umweltbildungsveranstaltungen, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen und einen Fotowettbewerb hat das Team aus Kooperationspartnern die Flächen erlebbar werden lassen und neue Perspektiven auf das Thema Stadtnatur eröffnet.

Durch Arbeitsgruppen und Patenschaftsvereinbarungen ist die langfristige Pflege der Flächen gesichert. Zukünftig sollen gezielte Stadtführungen und Stadtspaziergänge im gesamten Projektgebiet und auf den Maßnahmenflächen erfolgen.

 

Auszeichnung der Stadt Dorsten